Q&A Kindergebärden: Fragen an vier tolle Anbieterinnen

Seit einiger Zeit finden aufgrund der Lockerungsmaßnahmen endlich wieder viele Präsenzkurse statt! Das ist für uns Anlass genug, um eine neue Beitragsreihe ins Leben rufen: Ein Q&A mit unseren Anbieterinnen auf kikudoo. Damit möchten wir Besucherinnen etwas an die Hand geben, was ihnen bei der Kurssuche helfen soll und Anbieterinnen die Möglichkeit geben, sich und ihre Angebote vorzustellen ☺
Unser dritter Beitrag widmet sich dem spannenden Thema Gebärdensprache. Dafür haben wir vier tolle Anbieterinnen interviewt: Camille von Miteinander wachsen, Elena von Wickelakrack, Marianne von Mamutra und Michaela von natürlich-verbunden.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Lesen!

Wer bist du und wie bist du dazu gekommen, Gebärdensprachkurse anzubieten?

Camille:  Ich bin Camille, ehem. Kunststudentin, Erzieherin und Montessori Pädagogin für 0-3-Jährige. Letztes Jahr habe ich als Tagesmutter (in angemieteten Räumen) als Schwangerschaftsvertretung gearbeitet - das war so schwer und ich habe gleichzeitig so viel gelernt! Meine Arbeit mit Babys und jungen Familien finde ich so kreativ, dass ich gerne meine persönlichen Aha-Momente und Hilfsmittel für einen Alltag mit Kindern mit der Welt teilen möchte!

Elena:  Ich bin Elena, Mutter von drei Kindern, und war früher hauptberuflich als Erzieherin tätig. Seit 5 Jahren bin ich unter dem Namen Wickelakrack selbstständig als Familienbegleitung in Oldenburg. Durch meine Arbeit mit Kleinstkindern und auch im Integrationskindergarten habe ich gemerkt, wie hilfreich Gebärden in der Kommunikation sind.

Marianne:  Ich heiße Marianne, bin 37 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und unseren 4 Kindern in Dresden. Ich arbeite als Projektleiterin der Eltern-Kind-Büros in Dresden und biete nebenberuflich Kurse und Workshops rund um Schwangerschaft und Babyzeit an. In meiner zweiten Schwangerschaft hörte ich wieder begeisterte Stimmen zur Babyzeichensprache. Leider gab es damals in Dresden keine Angebote, sodass ich kurzerhand die Ausbildung zur Zwergensprache-Kursleiterin absolviert habe. Es hat uns als Familie den Alltag an vielen Stellen erleichtert und ich bin heute noch immer wieder fasziniert, wie viel Babys schon mitbekommen und mitteilen können. 

Michaela:  Ich bin Michaela Enders und komme aus Bischofsheim in der Rhön.
Seit 2020 bin ich Teil des Kursleiterteams von EinfachEltern. Neben dem Schwangerschaftskurs BellyBasics, biete ich den Babykurs BabySteps und seit einiger Zeit den bindungsorientierten Babygebärdenkurs MiniSigns an. Durch meine beiden eigenen Kinder bin ich schon im Jahr 2015 auf das Thema Babygebärden gestoßen. Mit großer Freude haben mein Sohn und ich ein paar ausgewählte Gebärden in unseren Alltag integriert. Welchen Frust uns diese (scheinbar) kleinen Gebärden „mehr“ und „fertig“ sowie „Milch“ oder „Wasser“ erspart haben, wurde mir erst später bewusst. Daher ist gerade das Thema Babygebärden ein Herzensthema von mir.


Wie läuft so ein Angebot ab?

Camille:  Das Angebot „Gebärdensprache mit Babys“ ist ein Onlineseminar für Eltern. Ich arbeite mit der Annahme, dass junge Kinder nichts bei einem Onlinekurs zu tun haben, deshalb gebe ich an Eltern „Werkzeuge“ bzw. Gebärden, die sie dann Zuhause mit ihrem Baby selber anwenden können. Es gibt einen Inputteil am Anfang, mehrere thematische Gebärden-Quizze, ein paar Lieder und Bilderbücher mit Gebärden. 

Elena:  In meinen MiniSigns® Kursen lernen Eltern mit ihren Babys und Kleinkindern Gebärden der deutschen Gebärdensprache. Jede Kursstunde hat einen anderen Themenschwerpunkt, der sich an den Alltagssituationen der Familien und den Interessen der Kinder orientiert. Das Ganze ist altersgerecht mit Spielangeboten und den kurseigenen Liedern aufbereitet.

Marianne:  Ich biete Workshops und Eltern-Kind-Kurse an oder auch Weiterbildungen für Fachpersonal. Die Workshops dauern in der Regel 2,5 Stunden. Hier bekommen die Teilnehmer kompakt alles Wichtige gezeigt, um direkt mit den Babyzeichen danach direkt starten zu können. Der Eltern-Kind-Kurs geht über 10 Wochen, und hier gibt es für alle viel Spaß beim Spielen, Singen oder Tanzen und nebenbei werden die Babyzeichen vermittelt und gefestigt. Die Eltern genießen auch den Austausch untereinander und bekommen so viele Anregungen, wie sie die Babyzeichen in ihren Alltag einbauen können.

Michaela:  Also als Erstes buchst du einen verbindlichen Kursplatz über  kikudoo.com/natuerlichverbunden, in einem der zur Verfügung stehenden Kurse. Bei MiniSigns gibt es immer 8 Treffen. Entweder Live, Online, oder Hybrid (also Live + Online). Bei den Varianten Online und Hybrid gibt es 5x Babystunden vormittags und 3x Online-Elternabende.


Was macht dein Angebot besonders?

Camille:  Mein Angebot ist Eltern-Support. Durch den Onlinekurs kommen sie sofort in die Praxis, gebärden aktiv mit mir und lernen spielerisch. Nach dem Kurs kennen sie ca. 80-100 Gebärden; es reicht locker für die ersten Lebensjahre der Kinder! Der Kurs ist perfekt für Eltern, die recherchiert haben oder Bücher gekauft haben, den Start aber nicht wirklich gewagt haben. Die Gruppen sind klein und definitiv nicht „frontal“, aber auch nicht invasiv - wir gehen langsam und wiederholen viel!

Elena:  Momentan gebe ich die Kurse ausschließlich online und sehe darin einen riesigen Vorteil für die Familien – auch unabhängig von der Pandemie. Eine Teilnahme ist möglich, auch wenn das Kind ein wenig kränkelt, es kann in der Kursstunde problemlos in den Schlaf getragen werden usw. Viele haben zudem keine:n Kursleiter:in für Gebärdenkurse mit Kind in der Nähe oder eine zu weite Anfahrt. Zu allen Gebärden, Liedern und Infos gibt es Handouts, sodass niemand etwas verpasst.

Marianne:  In meinen Kursen wird immer viel gesungen, da ich dies einfach essentiell finde und die Kinder lieben es, wenn ihre Eltern singen. Und ihnen ist es auch ganz egal, ob es gerade oder schief ist, Mamas und Papas Stimme ist die Beste! Es macht einfach Spaß und auch die Erwachsenen genießen den Gesang in der Gruppe und werden mit der Zeit auch immer sicherer beim Singen. Und ganz nebenbei wird auch noch die Sprachentwicklung gefördert. 

Michaela:  MiniSigns ist ein ganz besonderer Babygebärdenkurs, mit Gebärden aus der deutschen Gebärdensprache, die durch Spiel und Spaß locker und leicht vermittelt werden. Highlight sind exklusive Songs, die eigens für das MiniSigns-Konzept entwickelt wurden. Die Kinder bekommen zusätzliche Handlungskompetenzen an die Hand, da sie sich mit Gebärden noch besser ausdrücken können. Das stärkt die Eltern-Kind-Bindung, bringt viel Freude und Abwechslung in den Alltag.


Was sind deine beruflichen Pläne für die Zukunft? 

Camille:  Zurzeit ist das Angebot eine 3er-Reihe, damit die Eltern zwischendurch zuhause starten und Feedback bzw. Hilfe holen, wenn Fragen aufkommen. Es findet am Nachmittag statt, im besten Fall schlafen die Kinder ;-) Ich überlege, einen einzigen Abend-Termin anzubieten mit Gebärden als Downloads für nachträgliche Fragen, damit das Ganze flexibler ist und mehr Eltern erreicht. 
Ansonsten biete ich weiterhin Krabbelgruppen und Elternseminare zu verschiedenen Themen: Stoffwindeln, eine gute Kita erkennen, Spielentwicklung nach Montessori/Pikler, Affektregulation durch Massage (ab Jan21), etc.

Elena:  Hier in Oldenburg habe einen eigenen Beratungsraum und kann es kaum erwarten, dort ab Frühjahr 2022 auch MiniSigns® Kurse zu geben. Das Online Kursangebot bleibt aber bestehen! Wickelakrack umfasst mittlerweile Babymassage, BabySteps® und MiniSigns® Kurse, sowie Beratungen zum Tragen, zu Stoffwindeln und Beikost. Dabei soll es aber nicht bleiben - ich bilde mich weiter fort und freue mich, Familien so noch umfassender begleiten zu können.

Marianne:  Ganz ehrlich? Derzeit plane ich gerade nur sehr kurzfristig, da ich in den letzten 1.5 Jahren doch sehr viel absagen musste. Ich nutze die Zeit gerade um mich weiterzubilden und Ukulele zu üben :-)

Michaela:  Ich möchte den Eltern „Werkzeuge“ an die Hand geben, um mit ihrem Kind in Beziehung gehen zu können. Besonders im Alltag mit Baby fällt das oft schwer. Durch meine Kurse, mit bindungs- und beziehungsorientiertem Fokus, haben Eltern die Möglichkeit mit anderen Eltern in den Austausch zu kommen und fachliche Impulse zu unterschiedlichen Themen zu erhalten.


Wie bewirbst du dein Angebot bzw. wie bekommst du Teilnehmer? 

Camille:  Ich werbe in meinen Krabbelgruppen, auf Instagram, Nebenan.de und kikudoo.

Elena:  Ich nutze die Social Media Kanäle und bin auf Facebook und Instagram als Wickelakrack zu finden. Tatsächlich kommen die meisten MiniSings® Kursteilnehmer:innen aber durch mein eigentlich privates Twitter Profil zu mir - da läuft die „Mundpropaganda“ der Teilnehmenden schneller. Außerdem gibt es in Oldenburg viele Hebammen, die mich dankenswerterweise weiterempfehlen.

Marianne:  Meine Angebote sind alle bei kikudoo zu finden, sodass die Eltern auch gleich bequem buchen können. Außerdem stehen Termine zur Babyzeichensprache auch auf der Seite der Zwergensprache. Je nach Veranstaltungsort werden Kurse und Workshops auch dort beworben. Außerdem nutze ich noch Facebook und natürliche Aushänge. 

Michaela:  Obwohl alle meine Leistungen auf meiner Website www.natuerlich-verbunden.com zu sehen sind, gibt’s detaillierte Kursbeschreibungen sowie die Buchungsmöglichkeit nur mit Verlinkung zu kikudoo.com/natuerlichverbunden. kikudoo ist so einfach in der Anwendung. Sowohl für mich als Kursleitung als auch für meine Kunden. Mit einem Klick ist ganz schnell ein Kurs geplant, eine Terminänderung vorgenommen oder mal eben die Teilnehmer per Mail informiert. Wo früher viel Zeit verloren ging für Organisation, Kursplanung, etc. habe ich mit kikudoo als Partner nun mehr Zeit für wirklich wichtige Dinge.

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Camille von Miteinander wachsen
Elena von Wickelakrack 
Marianne von Mamutra
Michaela von natürlich-verbunden

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