Menschen benötigen viele Beziehungspartner, auch Babys sind kompetent und können sich an mehrere Personen binden. Meist ist die Mutter die engste Bindungsperson, einfach wegen der Schwangerschaft, der Geburt und dem Stillen. Die Mama steht für emotionalen Halt, Sicherheit und das Nest .
Aber ein Baby kann sich an weitere Personen binden , dann kommt der Papa ins Spiel. Er steht für Neugierde, ausprobieren und Mut, er ist der „Außenminister“ und die Mama die „Innenministerin“. Beide sind wichtig für eine stabile Entwicklung.
Einige Studien zeigen, dass die Kinder enorm profitieren, wenn der Vater sich intensiv in die Familie einbringt. Diese Studien zeigen auch, dass Kinder, die eine gute Bindung zu ihrem Vater haben in der Regel selbstständiger, weniger ängstlich und kontaktfreudiger sind.
Schon in der Schwangerschaft kannst du eine tiefe Bindung zu euren Kind aufbauen. Denn ab der 11. Schwangerschaftswoche können die Babys im Bauch der Mutter schon etwas hören. Deswegen kannst du mit deinem Baby reden und vielleicht, wenn du magst auch singen. So lernt es deine Stimme schon kennen und sie ist ihm vertraut, wenn es dann auf dieser ungewöhnlichen Welt ist. Damit hast du die Chance dein Baby dann auch zu beruhigen.
Wenn du deine Partnerin schon in der Schwangerschaft umsorgst, sie wertschätzt, liebkost, dann wirkt sich das positiv auf ihren Hormonhaushalt aus und diese Hormone gehen über auf eure ungeborenes Kind.
Die erste Stunde nach der Geburt nennt sich auch die „Goldene Stunde“ oder „Magic Hour“, du solltest in dieser Zeit bei deiner neuen kleinen Familie bleiben und den Zauber geschehen lassen. Telefonate, Nachrichten oder ähnliches haben noch ganz viel Zeit danach. Bleib bei deiner Partnerin und dein Baby. Genieß die ersten Blicke von euren Kind und sei einfach still auf euch.
Etwas was enge Bindung zum Kind aufbaut ist, wenn du die Bedürfnisse von euren Baby prompt erkennst und diese stillst. Du kannst vielleicht nicht stillen, aber du kannst es zur Mutter zum stillen bringen und du kannst du auch alle anderen Dinge rund um euer Baby übernehmen. Die Babypflege zum Beispiel, Baden, Waschen oder Wickeln. Auch du kannst Bonden, also kuscheln mit ganz viel Hautkontakt. Was für ein toller Moment, wenn euer Baby bei dir auf der Brust einschläft und du vielleicht gleich mit. Du kannst auch mit dem Baby spielen, natürlich ist das in den ersten Wochen und Monaten nicht mit viel Action verbunden, aber du wirst sehen wie viel Spass ihr zusammen haben werdet. Was spricht dagegen, dass du die Einschlafbegleitung für euer Baby übernimmst? Nichts, genau. Da du ja nicht stillen kannst, kannst du aber euer Baby in den Schlaf tragen auf dem Arm oder auch In der Trage. Denn das Tragen ist das Stillen des Vaters. Nimm dir diese „Waffe“ zu Hilfe und deine Frau und dein Baby wird es lieben. Beim Tragen wird ganz viel vom Liebeshormon Oxytocin ausgeschüttet.
Geborgenheit ist eine Grundvoraussetzung für Bindung und gemeinsames Schlafen in einem Raum mit den Bindungspersonen gibt Kindern genau diese Geborgenheit. Das ist ein guter Moment für dich, wenn du zum Beispiel viel beruflich unterwegs bist.
Euer Baby wird schnell wachsen und die ersten sechs Monate vergehen wie im Flug. Und dann kannst du auch mal die Ernährung eures Kindes übernehmen. Du kannst den Beikoststart übernehmen.
Deine Partnerin sollte dir auch Freiraum geben, dein Baby kennen zulernen und es zu pflegen, anzuziehen, … Du wirst es vielleicht nicht genau so machen wie die Mama, aber du wirst es gut machen und dein Baby wird es lieben.